Die Smart-Technologie macht aus unseren Häusern kleine Computernetze, in denen wir fast alles messen und überwachen können. Sensoren innen und außen registrieren Bewegungen, Temperaturen und Veränderungen in der Helligkeit.

Der Begriff Smart wird deshalb verwendet, weil es nicht nur die Reaktion eines Sensors ist, die eine Aktion auslöst, sondern Algorithmen. Diese analysieren die Messergebnisse und setzten diese in einen Kontext. Oft wird davon gesprochen, dass intelligente Systeme am Werk sind. Das bezieht sich darauf, dass die Computerprogramme in der Lage sind zu lernen.

So kann eine Überwachungskamera lernen, welche Mitglieder im Haushalt wohnen und keinen Alarm schlagen, wenn diese sich bewegen. Andere Kameramodelle können Haustiere von Menschen unterscheiden und senden nur dann einen Alarm, wenn sich ein menschliches Wesen im Raum bewegt hat. Je mehr Daten ein Gerät bekommt, umso besser kann es bestimmte Muster erkennen, zum Beispiel welche Temperatur man am liebsten im Schlafzimmer oder beim Duschen hat.

Garage öffnet sich wie von Zauberhand

Das schlaue Haus kann aber auch nach draußen schauen. Es kann erkennen, ob der Himmel sich verdunkelt, die Daten mit dem Wetterbericht abgleichen und dann die Markise automatisch einfahren. Das Garagentor verfolgt den ankommenden Fahrer und öffnet sich, wenn das Auto in die Einfahrt einbiegt. Gleichzeitig schalten sich die Lichter im Haus an und die Heizung fährt hoch.

Was vor kurzem noch nach Zukunftsmusik klang, ist heute Realität. Smart-Home-Geräte lassen sich auch ohne großen Aufwand nachträglich einbauen. Sie funken kabellos durchs Haus und können alle Zimmer miteinander verbinden. Bald weiß das schlaue Haus, wer sich in welchem Zimmer befindet und kann entsprechend die Musik oder den Podcast, den man gerade hört, dort abspielen. Manuell ist das über die Smartspeaker heute schon möglich.

Eine ebenso große Rolle wie Gadgets werden auch Heizung und Stromverbrauch spielen. Schon jetzt kann man mit Solaranlagen seinen eigenen Strom produzieren und sehr effizient nutzen. Auch Heizungen werden dank Elektronik immer günstiger im Verbrauch.