Wenn man sein Haus elektronisch aufrüsten will, muss man sich entscheiden, welche Systeme man verwenden will. Unterschieden wird zwischen Kabel- und Funknetzwerken. Beide haben Vor- und Nachteile.

Bei einem Kabelnetzwerk besteht die große Herausforderung darin, dass man viel Geld und Zeit in die Installation stecken muss. Bei einem Neubau ist das kein Problem, auch nicht bei Häusern, die von Grund auf renoviert werden. Wer abgehängte Decken hat, kann auch hier den Platz für Kabel nutzen, wird aber spätestens bei den Wänden entweder Schächte stemmen oder über Putz arbeiten müssen.

Die Kabel-Lösungen haben aber auch große Vorteile. Sie sind schneller und haben größere Kapazitäten. Größere Geräte sind einfach über ein Kabel anzuschließen und besser zu warten. Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit: Kabel kann man nicht oder nur mit sehr großem Aufwand abhören oder hacken. Man ist allerdings auch an die Steckdosen gebunden, die man angebracht hat. Deswegen ist die Planung von großer Bedeutung.

Funkverbindungen sind einfacher zu installieren

Beim Funknetzwerk liegt der größte Vorteil in der schnellen und günstigen Installation. Man stellt einfach mehrere Router auf und verbindet diese untereinander und mit den entsprechenden Geräten. Hier muss man allerdings darauf achten, das es zu keinen Störungen kommt und die Geräte alle unterschiedliche Frequenzen und Bänder benutzen. Bei Funkverbindungen muss man zwar daran denken, dass der Abstand nicht zu groß wird, in einem normalen Haus ist das aber selten ein Problem. Dafür kann man die Geräte überall dort hinstellen, wo man will. Wer später mal umräumen will, muss auch nichts ändern.

Der größte Nachteil bei funkgesteuerten Smarthomes ist die Sicherheit. Sie sind einfacher abzuhören und man kann auch recht schnell in das Netzwerk einbrechen. Oftmals muss man nur die Administrationsoberfläche eines kleinen Gerätes aufrufen und kann dadurch das ganze Netz steuern. Konsequenzen können Datendiebstahl sein, es können aber auch Einbrecher nachschauen, ob man zu Hause ist.